Namensgebung
Unsere Schule wurde nach dem wohl größten Vertreter des norddeutschen Barocks, der 1695 in Nörde geboren wurde, benannt.
* 5 Juni 1695 in Nörde bei Warburg im Fürstentum Paderborn
+ 21. Oktober 1773 in Münster
Johann Conrad Schlaun wurde am 5. Juni 1695 in Nörde bei Warburg im Fürstbistum Paderborn geboren; er verstarb am 21.Oktober in Münster. Nach vorzeitigem Abschluss der Gymnasialausbildung ging Schlaun als Fähnrich zu den
Hannoveraner Fußtruppen;1713 wechselte er in seine westfälische Heimat nach Paderborn und 1720 zur Artillerie nach Münster. Hier begann seine interessante Ausbildung und sein Aufstieg zum Artillerieoffizier und zum Architekten.
Für Schlaun waren die militärische, ingenieurtechnische und baukünstlerische Ausbildung und Tätigkeit untrennbar und sinnvoll miteinander verknüpft.
Eine seiner wichtigen Studienreise trat Schlaun von 1720 bis 1723 an, wo er sich in Würzburg, Rom, Wien und Paris aufhielt. Seine Studien der mathematischen Wissenschaften vervollständigten seine Ausbildung zum Ingenieur und zum Architekten und brachten ihn zugleich mit den führenden Bauideen in Europa in Berührung. So wurden ihm in Westfalen und im Rheinland bis nach Holländisch Limburg die wichtigsten Bauaufträge zuteil. Zu dieser Zeit befand Schlaun sich auf dem Höhepunkt seiner militärischen und zivilberuflichen Laufbahn: Er war Generalmajor, Kommandant der münsterschen Artillerie, Gouverneur von Meppen, sowie Landmesser, Oberlandingenieur, Oberbaumeister und Oberbaudirektor.
Seine Aufgaben waren unter anderem Konstruktion der Kanone, Festungsbau, Flussregelung bis zum Wege- und Brückenbau; vom Hebekran bis zum Fabrikbau, von der Kapelle bis zur Kirche und zur Klosteranlage, von Stallungen zum Wohnhaus, vom Adelshof bis zur Schlossanlage, von der Landschafts- und Platzgestaltung bis zur Gartenkunst, vom Grabmal bis zur Festarchitektur.
Schlaun war ein sehr beschäftigter Mann, der seine Aufgaben sehr ernst nahm. |