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Studienfahrt der GYM1 und GYM2 nach Spanien

In der Zeit vom 10. bis zum 19. Oktober unternahmen die beiden Mittelstufenklassen der Gymnasialen Oberstufe die für unser Wirtschaftsgymnasium schon traditionelle Studienfahrt in den Kultur- und Wirtschaftsraum Barcelona. Unter der bewährten Leitung ihres Spanischlehrers Franz-Josef Backhaus und in Begleitung von Monika Ludwig und Clemens Moors erlebten die Schülerinnen und Schüler nicht nur authentische Einblicke in die spanische Lebensart und in die Struktur der dortigen Wirtschaft, sondern hatten hier auch die Möglichkeit, ihre Kenntnisse der spanischen Sprache anzuwenden und zu vertiefen. Einige Schülergruppen haben ihre Sichtweise der Studienfahrt in einem Bericht zusammengefasst, der auf den folgenden Seiten nachzulesen ist.


 

 

Studienfahrt
der Klassen GY M1 und GY M2 nach
Spanien

10. Oktober 2007 bis 19. Oktober 2007
„Die Vermittlung der spanischen Sprache und Kultur ist ein weiterer Schwerpunkt unserer
Gymnasialen Oberstufe. Daher gehört zu Beginn der Jahrgangsstufe 12 eine mehrtägige
Studienfahrt nach Spanien zum ständigen Bildungsangebot.“
(JCS-Berufskolleg, Schulprogramm 2005, S. 41)

 

Mittwoch, 10.10.2007, Warburg ...

48 Schülerinnen und Schüler der Gymnasialen Oberstufe des Johann-Conrad-Schlaun-Berufskollegs machen sich wohlgelaunt in Begleitung von einer Lehrerin und zwei Lehrern auf die mehr als achtzehnstündige Busreise nach Santa Susanna in Spanien.

Donnerstag, 11.10.2007, ... Santa Susanna

Übermüdet, aber voller Tatendrang und hoch motiviert werden die Zimmer im ersten Stock des Hotels „Aquamarina“ bezogen. Die  Busfahrt (ca. 1.530 km) war ohne größere Probleme überstanden worden. Nach einer mehr oder weniger ausgedehnten Erholungsphase wird die nähere Umgebung incl. Strand erkundet und für akzeptabel befunden.

Freitag, 12.10.2007, Barcelona, Gotik

Am Freitagmorgen trafen wir uns wie immer pünktlich um 9:30 Uhr vor dem Hotel. Nachdem auch die Letzten angekommen waren, fuhren wir gemeinsam los in Richtung Barcelona. Ungefähr eine Stunde Fahrt später kamen wir an und gingen dann zu Fuß zur Kathedrale „Santa Eulalia“. Tagesthema war die „Gotik“. Nach der Besichtigung gingen wir in einen anderen Gebäudeteil der Kathedrale, dort waren in der Mitte eines Hofes Gänse in einem großen Käfig zu sehen. Diese Gänse dienten früher als Wächter und somit zum Schutz vor Einbrechern. Nach einem kurzen Gang durch die Stadt schossen wir ein gemeinsames Klassenfoto und hatten daraufhin Freizeit, die wir nutzen konnten, um etwas zu essen, und zur Selbstgestaltung.

Anschließend trafen wir uns am Bus in der Nähe des Columbusplatzes und eines Schiffsmuseums, dort wurde uns mitgeteilt, dass unser Bus aufgebrochen wurde. Jedoch wurde außer den Brieftaschen der Busfahrer glücklicherweise nichts Weiteres entnommen. Nachdem wir uns von dem Schock dieser Nachricht erholt hatten, fuhren wir los zum „Montjuic“, einem altem ehemaligen Gefängnis. Heute dient es als Touristenattraktion, da man von dort einen überwältigenden Blick auf die Metropole selbst und auf den Hafen der Stadt hat. Nach der Besichtigung kehrten wir um ca. 17:00 Uhr zum Hotel Aquamarina in Santa Susanna zurück.
Eine andere Darstellung beschreibt den Tagesablauf folgendermaßen:
Nach dem Frühstück war die Klasse mit dem Reisebus nach Barcelona gefahren, um die Kathedrale „Santa Eulalia“ zu besuchen und das ehemalige Gefängnis „Montjuic“ zu besichtigen, und natürlich hatten alle Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, selbstständig die Stadt zu erkunden. Die Kathedrale war ein beeindruckendes Bauwerk, und es war sehr interessant, die im gotischen Baustil errichtete und im Zentrum der Altstadt gelegene Kathedrale zu besichtigen. Ebenso beeindruckend wie der Baustil der Kathedrale war die besondere Atmosphäre im Innern des Gebäudes, die den Schülern geboten wurde.

Nach dem Besuch der Kathedrale hatten die Schüler Gelegenheit zur Selbstgestaltung ihrer Freizeit, also z.B. etwas zu essen oder die Stadt zu erkunden. Danach trafen sich alle wieder bei dem Bus. Zum Bedauern aller war der Bus aufgebrochen worden und einige Sachen, wie beispielsweise MP3-Player, waren gestohlen worden. Nachdem dieses Erlebnis verarbeitet war, wurde es Zeit, das ehemalige Gefängnis „Montjuic“ zu besuchen. Dort genoss man die herrliche Aussicht über die Stadt Barcelona auf der einen Seite des Gefängnisses, und auf der anderen Seite eine Aussicht über den Hafen Barcelonas. Natürlich war das Wetter wunderschön.

Anschließend fuhren alle wieder zum Hotel nach Santa Susanna. Gegen Abend war es möglich, seine Freizeit wieder selber zu gestalten.

Samstag, 13.10.2007, Tossa de Mar und Figueres

Am Samstag machten wir uns morgens auf zu einem Ausflug nach Tossa de Mar. Während der Fahrt hatten wir einen herrlichen Ausblick auf die vielfältige Landschaft Spaniens. Bei einem Zwischenstop gab es die Möglichkeit, das hellblaue Meer vom Gebirge aus zu fotografieren. Nach 1 1/2 Std. Busfahrt kamen wir im historischen Tossa de Mar an. Wir besichtigten eine alte Burg, von der aus man einen Überblick über Strand und Buchten hatte, die einige von uns später in der freien Zeit zum Relaxen nutzen. Andere erkundeten den historischen Stadtkern mit den schmalen Gassen.

Am Nachmittag ging es weiter nach Figueres zum Dalí-Museum. Dort konnten wir die abstrakten Gemälde und Skulpturen bewundern. Der schizophrene und sehr vielseitige Künstler des Surrealismus beeindruckte uns mit seinen Kunstwerken. Besonders in Erinnerung geblieben sind die Werke, die durch ein Objektiv betrachtet anders erscheinen. Zum einen das Portrait Abraham Lincolns, auf dem man auf den ersten Blick nur eine unbekleidete Frau sehen kann. Schaut man jedoch durch ein Objektiv, so erkennt man den Kopf von Abraham Lincoln (16. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika). Zum anderen gibt es einen Raum, in dem man zwei Bilder an der Wand, eine auf dem Boden liegende Nase und ein Sofa in Lippenform sehen kann.
Durch ein Objektiv betrachtet ergeben die einzelnen Teile ein Damengesicht (Mae West).

Sonntag, 14.10.2007, Santa Susanna, Malgrat, Calella …

Der Sonntag stand zur freien Verfügung und konnte zur Erkundung der näheren Umgebung oder auch zur sportlichen Ertüchtigung am Strand genutzt werden.

Montag, 15.10.2007 , Barcelona, Modernisme

Etwa gegen 9:30 Uhr fuhren wir nach Barcelona und starteten unsere Tour dort gegen 11 Uhr. Angekommen, schauten wir uns einige höchstinteressante Bauten aus der Zeit des „Modernisme“ (Jugendstil, Antoni Gaudi) an. Danach hatten wir vor, mit der U-Bahn zwei Stationen weiter zu fahren, um die Kirche „Sagrada Familia“ zu besichtigen. Doch Herr Backhaus hatte sich das alles etwas einfacher vorgestellt. Er kaufte die Fahrkarten, welche leider die falschen waren, und dann standen wir „hilflos“ in der U-Bahn. Herr Backhaus verabschiedete sich nach einer kleinen Pause mit dem Spruch: „Aaaach, das haben wir gleich!“ Nach ca. einer Stunde kam er endlich wieder. Jedoch ohne Erfolg, die falschen Fahrkarten waren noch nicht umgetauscht worden. Dank großer Bemühungen von Herrn Backhaus erreichten wir doch noch unser Ziel: Die Kirche, die leider immer noch nicht fertiggestellt war, war verblüffend! Nach diesem Erlebnis fuhren wir mit der U-Bahn weiter auf die Ramblas, um ein kleines Mittagspäuschen zu halten (Einkaufen, Essen, Trinken etc.). Nachdem unsere Mitschülerinnen und Mitschüler der Befriedigung ihrer Existenzbedürfnisse nachgegangen waren, trafen sich alle am Bus wieder, um gemeinsam zum „Park Guell“ zu fahren. Dort angekommen, besichtigten wir den schönen Park. Viele Schülerinnen und Schüler sowie sonstige Touristen aus unterschiedlichen Ländern waren ebenfalls hier. Einige von uns nutzten die Gelegenheit, um Souvenirs zu kaufen. Johann zum Beispiel kaufte sich eine Gebetstrommel. Am großen Platz des Parks angekommen, merkte man sofort, dass dies alles ein Werk des Architekten Gaudi war. Gaudi hatte dank seiner Eltern viel mit Porzellan und dem Schmiedehandwerk zu tun, wodurch er perfekte Kenntnisse für die Umsetzung seiner Ideen hatte. Die Geländer am Platz waren sämtlich mit Porzellan verziert, und seine Drachenstatuen auch. Es war bemerkenswert!

Dienstag, 16.10.2007, Girona

Morgens pünktlich um 09:30 Uhr fuhren wir gut ausgeschlafen und voller Vorfreude in Richtung Girona los. Nach einer Stunde Fahrt wurden wir dann sanft von Herrn Backhaus aus dem Tiefschlaf gerissen. Wir waren zwar noch ca. eine halbe Stunde von Girona entfernt, aber Herr Backhaus wollte uns schon mal die Besonderheiten sowie Geschichtliches der Stadt erklären!

Zuerst stand nun die Besichtigung einer Kirche auf den Plan. Auf dem Weg dorthin machten wir allerdings eine Pause an einem kleinen Laden. Dort konnten sich alle, die es morgens aus Zeitgründen nicht zum Frühstückstisch geschafft hatten, eine kleine Stärkung in Form eines Bocadillos holen. Gut gestärkt schauten wir uns dann eine kleine Kirche an und machten uns im Anschluss auf den Weg zur Kathedrale von Girona, dem Wahrzeichen der Stadt. In dem Gotteshaus besichtigten wir nun die unterschiedlichen Altäre. Außerdem gab es beeindruckende Fenster, die der Kathedrale einen ganz besonderen Charme verliehen. Zudem waren vier Holzmodelle ausgestellt, die die Entwicklung der Kathedrale in verschiedenen Zeitepochen zeigten. Im Anschluss verließen wir die  Kathedrale und besichtigten das anliegende Museum, welches einige kirchliche Gegenstände sowie den berühmten „Schöpfungsteppich“ ausstellte.

Nach dem Museumsbesuch gingen wir weiter zur alten Stadtmauer, die wir ein kleines Stück hinaufgingen, um einen wunderschönen Blick auf die Stadt zu bekommen. Es folgte die Besichtigung des historischen Judenviertels.

Zum Schluss hatten wir Freizeit, die wir alle zum Essen oder Shoppen nutzen. Wir stellten fest, dass Girona eine Stadt mit vielen kleinen Gassen und Geschäften ist. Um 14:00 Uhr fuhren wir wieder zurück ins Hotel. Während der Fahrt taten wir das, was wir immer beim Busfahren taten: Schlafen! Den freien Nachmittag in Santa Susanna nutzten die meisten, um an den Strand zu gehen oder um sich auf den Zimmern von der letzten Disconacht zu erholen.

Mittwoch, 17.10.2007, Montserrat und Sant Sadurni d`Anoia

Am Mittwoch fuhren uns Frank und Ecki sicher und schnell zum Montserrat, auf dem wir das Kloster besichtigten. Dort machten wir einen Rundgang durch die Kirche und konnten auch die „schwarze Madonna“ berühren, die Fruchtbarkeit verschaffen soll. Das Highlight der Fahrt zum Montserrat war jedoch der Auftritt des Knabenchors, dem wir nach dem Mittagsgebet zuhörten. Nach einer kurzen Stärkung im Café setzten wir unsere Reise nach Sant Sadurni d’Anoia fort und besichtigten die Produktionsstätte von Freixenet. Dort machten wir einige Gruppenfotos. Danach wurden wir durch einen Kurzfilm in die Geschichte des Unternehmens und in die Tradition der Weinkellerei eingeführt.
Als nächstes wurden wir durch die Kellerei geführt, wo uns der Gärungsprozess (auf englisch) genau erläutert wurde. Zu unserer eigenen Sicherheit, und um die Produktion nicht zu stören, fuhren wir mit einer Bimmelbahn durch die Produktions- und Lagerhallen. Zum Ausklang der Besichtigung erhielten wir dann ein Glas Sekt. Wer wollte, konnte noch einige Euros im Souvenirshop lassen, und danach machten wir uns auf in Richtung Hotel, wo wir, Dank Frank und Ecki, natürlich sicher ankamen. Der Abend stand allen zur freien Gestaltung zur Verfügung.

Donnerstag, 18.10.2007, Santa Susanna, Malgrat

Räumen der Zimmer und Einladen der Koffer. Letzte Einkäufe. Temperatur bei der Abfahrt: 26 Grad.

Freitag, 19.10.2007, ... Warburg

Temperaturschock bei der Ankunft: 9 Grad. Alle kamen dank der Fahrkünste von Ecki und Frank wohlbehalten nach der mehr als achtzehnstündigen Fahrt in Warburg an und wurden begeistert von ihren Eltern und Freunden in Empfang genommen. Eine harmonische und äußerst interessante Studienfahrt hatte ihr glückliches Ende gefunden.
 

 
 

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