JCS-Schüler bei den „Top Dogs“ in Bad Arolsen
Kultur in der Region - 200 Schülerinnen und Schüler erlebten Theater zum Anfassen
Bad Arolsen/Warburg (KT)Muss Unterricht nur im Klassenraum stattfinden? Sicherlich nicht, denn es geht auch anders.
200 Schülerinnen und Schüler des Johann-Conrad-Schlaun-Berufskollegs Warburg besuchten am 16. und 21. März 2011 die Inszenierung der „Top Dogs“ der Bad Arolsen Company e.V. (bac-theater) in Bad Arolsen.
Das Theaterstück „Top Dogs“ des schweizer Schriftstellers Urs Widmer ist in diesem Jahr mögliche Prüfungslektüre für alle Klassen, die im Regierungsbezirk Detmold und so auch am Warburger Berufskolleg das Fachabitur anstreben – also ein breites Spektrum von Schülern der Höheren Handelsschule, der Fachschule für Sozialpädagogik und der informationstechnischen Assistenten.
In diesem Drama geht es um strukturelle Arbeitslosigkeit – ein Dilemma der westlichen Wohlstandsgesellschaft. Denn es kann nicht nur die Underdogs, einfache Arbeiter treffen, sondern auch Spitzenmanager - man kann sie auch „Top Dogs“ nennen -, die im Zuge globaler Umstrukturierungen von ihren Unternehmen entlassen wurden. Daraufhin versuchen sie in einem sogenannten „Outplacement-Center“, einer Art Sanatorium für Führungskräfte, ihren Arbeitsplatzverlust durch Unterstützung von Psychologen zu verarbeiten, um sich später wieder in den Arbeitsmarkt integrieren zu können.
Die Bad Arolsen Company e.V. hat als Amateurtheater 2003 ein eigenes Theater eröffnet und präsentiert dort auch eigene Produktionen, Musikevents und Ausstellungen. In ihrer Inszenierung von „Top Dogs“ verstehen es die Akteure vortrefflich, den emotionalen Befindlichkeiten der unterschiedlichen Charaktere Gesichter zu geben.
Auf Initiative des Deutsch-Fachlehrers Thomas Krottenthaler hat sich die achtköpfige Gruppe des bac-theaters um den Vorsitzenden Jens Guske bereiterklärt, für die Schülerinnen und Schüler des JCS-BK zwei Sondervorstellungen einzurichten. Gerade die im wahrsten Sinne publikumsnahe Bestuhlung, welche nicht nur die Bühne als Zentrum von allen Seiten umfasst, sondern auch eine unmittelbare Nähe zu den Schauspielern herstellt, sorgt im Zusammenhang mit entsprechenden sowohl musikalischen als auch lichttechnischen Effekten für ein intensives Theater-Erlebnis der besonderen Art.
„Nach dieser Vorstellung habe ich das Stück viel besser verstanden; es war gut, dass dieser Besuch für uns organisiert wurde.“ zeigt sich auch Jo Helfenbein, Schülerin der Höheren Handelsschule, von dem Nutzen dieser Veranstaltung überzeugt. |