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Schulpartnerschaft mit polnischer Schule angestrebt und Partnerschaftsverträge geschlossen
Nachdem im Juni 2009 eine polnische Abordnung um den ehemaligen Warburger Slawomir Sobolewski (s. u.) zu einem Besuch am Johann-Conrad-Schlaun-Berufskolleg war, um eine Schulpartnerschafft anzuregen, ist eine Vertretung des Johann-Conrad-Schlaun-Berufskollegs unter der Leitung von Oberstudiendirektor Peter Bierwirth vom 11. bis zum 14. April 2010 nach Wyszkow in der Nähe von Warschau gereist, um die Aufnahme der Schulpartnerschaft mit den polnischen Schulen ZS 3 und CKU vorzubereiten.
Auf der Zespól Szkól Nr. 3 – einer Verbindung von Lyceum und Berufskolleg - werden Schüler/innen ab der 10. Klasse in einem allgemein bildenden Zweig und einem technischen Zweig auf das Abitur bzw. andere Abschlüsse vorbereitet. Diese Schule ist zusammengeschlossen mit dem Centrum Ksztalcenia Ustawicznego, einer Einrichtung für Erwachsenenweiterbildung.
Die deutsche Delegation hatte einen regen Informationsaustausch
mit den polnischen Kollegen und konnte zudem in Hospitationen einen Einblick in den polnischen Unterrichtsalltag gewinnen. Hierbei wurden viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede deutlich (Über die Tatsache, dass alle Schüler selbstverständlich aufstehen, wenn ein Lehrer den Klassenraum betritt, konnten die deutschen Besucher nur staunen).
Auf Vermittlung der polnischen Schuldirektoren fand zudem ein Gespräch mit der Leitung des Schuldepartements in Warschau über das polnische und das deutsche Schulsystem statt. Das polnische Schulsystem ist in den letzten Jahren grundlegend reformiert worden, nicht zuletzt als Reaktion auf schlechte Ergebnisse bei den ersten PISA-Erhebungen. Interessant hierbei ist vor allem die Tatsache, dass in Polen die Schulzeit verlängert wurde, während man in Deutschland den umgekehrten Weg geht. Einig war man sich, dass das deutsche System sehr viel komplizierter ist.
Natürlich nutzte die Delegation den Besuch in Polen auch für einen Abstecher nach Warschau, wo die Besichtigung der Altstadt und des Museums für Warschauer Geschichte im Mittelpunkt standen.
Der Besuch in Warschau stand – ebenso wie der gesamte Aufenthalt in Polen - unter dem Eindruck der besonderen Situation, in der sich Polen nach dem tragischen Unglück von Smolensk befindet. Die Zeichen der Trauer in der Bevölkerung waren vielfältig. An zahlreichen Häusern hing die polnische Fahne mit Trauerflor, Kerzen und Blumen waren an vielen Punkten in Warschau, aber auch in Wyszkow niedergelegt. Die gesamte Schulgemeinde feierte einen Gedenkgottesdienst, an dem auch die deutschen Gäste teilnahmen. Peter Bierwirth sprach den polnischen Kollegen – auch im Namen des Johann-Conrad-Schlaun-Berufskollegs – seine Anteilnahme aus.
Die ersten Kontakte zu der polnischen Schule waren durch einen Schüler der ZS 3, Slawomir Sobolewski, zustande gekommen, der in Warburg die Realschule absolviert hat. Im Juni 2009 hatte dann eine Delegation der polnischen Schule erstmals das JCS-Berufskolleg besucht.
Das Treffen fand in überaus herzlicher Atmosphäre statt. Die deutsche Delegation war von der großen Gastfreundlichkeit der polnischen Kollegen beeindruckt, die – ebenso wie die Schüler – zeigten, dass die Deutschen willkommene Gäste waren.
Regelmäßige Treffen von Lehrer/innen und Schüler/innen aus beiden Ländern wurden vereinbart, um einen intensiven Austausch zu ermöglichen.
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